#034 Loferers Hofkuche
Moni Loferer
Direktvermarktung auf dem Bio-Bauernhof
Ganz im Süden des Chiemgaus, am Fuß der Berge bei Schleching, liegt Loferers Hofkuche. Nicht ganz Hofladen, nicht ganz Restaurant, nicht ganz Cateringservice – aber mit viel Liebe geführt. Moni Loferer lebt und arbeitet mit ihrer Familie auf einem Bio-Bauernhof – einem Milchviehbetrieb mit 40 Kühen – und hat daraus ein eigenes, kleines Universum entwickelt. Produziert wird, was Garten und Hof hergeben: Eingemachtes, Marmeladen, Rinderbrühe aus eigenen Knochen. Eingekauft werden kann nur auf Vorbestellung, zu saisonalen Terminen im Herbst und Winter. Keinen regulären Hofladen, keine fixen Öffnungszeiten – und das ist so gewollt.
Im Gespräch erzählt Moni, wie aus einer kleinen Direktvermarktung im Bekanntenkreis ein wachsendes Konzept wurde: mit Kochkursen, Mehlspeisenmontagen, Gruppenessen auf Anfrage – und internationalen Kernphysikern, die nach einem Hofbesuch plötzlich wussten, wo ihre Milch herkommt. Ein wichtiger Teil der Folge dreht sich um ihre konsequente Nose-to-Tail-Philosophie: Innereien, die andere Direktvermarkter im Schlachthof lassen, verarbeitet Moni zu Leberknödeln oder gibt sie an lokale Gastronomen weiter. Weil ein Tier, das gut gelebt hat, es verdient, vollständig wertgeschätzt zu werden.
Eine Folge über einen Bio-Bauernhof, der mehr ist als ein Produktionsbetrieb – und über die Überzeugung, dass Landwirtschaft sichtbar sein muss, damit sie verstanden werden kann.
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